Von Lerchen und Eulen.

Den eigenen Biorhythmus besser verstehen lernen.

Verblüffend, im menschlichen Körper schlägt eine biologische Uhr, die über einen Nervenkern im Gehirn gesteuert wird. Sie sorgt dafür, dass Vorgänge in unserem Körper der Tageszeit angepasst werden (z.B. Herzfrequenz, Blutdruck, Hormone). Wer auf seine innere Uhr hört, fühlt sich meist viel wohler.

Ein Biorhythmus im Takt

Sie sind ein Frühaufsteher? Dann gehen Sie früh ins Bett und meiden Sie abends viel Licht (z.B. Fernsehen). Morgens macht Helligkeit Sie jedoch wach (z.B. durch einen Spaziergang). Wussten Sie, dass blaues Licht von Elektrogeräten die Melatoninbildung und den Schlaf unterdrücken kann? An dunklen Herbsttagen ist eine natürliche Lichtquelle belebend: Schauen Sie im dunklen Büro häufiger aus dem Fenster oder steigen Sie eine U-Bahn-Station früher aus. Und essen Sie möglichst zu festen Zeiten und verzichten Sie auf späte zuckerhaltige Mahlzeiten.

Über Eulen und Lerchen

Ihren „Chronotyp“ bestimmen Ihre Gene. Die Lerche steht gerne früh auf und wird abends schnell müde. Nachteulen kommen schwer aus dem Bett und sind abends oft putzmunter. Nacht- und Schichtarbeiten, Langstreckenflüge, Fernsehgucken, Zeitumstellung können Ihre innere Uhr durcheinanderbringen. Meist pendelt sie sich aber wieder ein. Gerät sie auf Dauer aus dem Takt, kann dies zu Depressionen, Schlafstörungen und Leistungsschwäche führen.

Sind Sie ein Schlechtschläfer?

Sie haben mindestens drei Nächte in der Woche einen gestörten Schlaf? Dann zählen Sie zu den Schlechtschläfern. Sie sind unkonzentriert und haben ein schlechtes Gedächtnis? Dann sollten Sie etwas tun! Erholsamer Schlaf lässt sich lernen!

Wenigschläfer sind nicht unbedingt Schlechtschläfer. Wie viel Schlaf der Mensch braucht, liegt in den Genen. Topfitte Lerchen, energiegeladene Nachteulen – alles ist möglich. Wichtig ist nur, dass man seinen Biorhythmus nicht austrickst. Forscher haben herausgefunden, dass ein Leben entgegen dem eigenen Biorhythmus sogar die Lebenserwartung verkürzen kann. Passen Sie Ihren Alltagsrhythmus deshalb immer Ihrem natürlichen Chronotyp an.